Jahrhunderte lang galt das Schachspiel als Paradestück des menschlichen Verstands: Der wahre Meister besticht durch tiefgründige, weit vorausschauende Pläne, durch glasklare Logik, aber auch durch Intuition und kreative Ideen. Und dann hat sich die Maschine ans Schachbrett gesetzt, und mittlerweile kann kein Mensch mehr gegen den Computer bestehen. Manch einer sieht darin die Ehre der Menschheit gekränkt, andere fasziniert es.

Jedenfalls kommt hier ein wissenschaftliches Problem zum Vorschein: Das Schach ist kein Glücksspiel, alle Regeln sind exakt definiert wie in einer Mathematik-Aufgabe, dennoch kann man die Züge nicht ausrechnen. Stößt das Schach an die Grenzen der Logik? Und warum hilft hier letztlich auch nicht die eine kleine Bibliothek füllende Schachtheorie? Die kurze Antwort lautet: Das Schachspiel steht zwischen Logik und Chaos, aber die bisherige Schachtheorie hat die Kraft des logischen Denkens nicht ausgeschöpft. Dies soll die wisssenschaftliche Schachtheorie leisten.

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